Founding of the Principality Oltenian

Grundung des oltenischen FurstentumsDie vornehmlich in Serbien verbreitete Form der kleeblattformig abgeschlossenen Drei-Konchen-Kirche wurde in der Klosterkirche zu Cozia um 1386 aufgenommen. Dieser Kirchentypus wurde zu der bestimmenden Bauform fur die folgenden Jahrhunderte nicht nur in der Walachei, sondern auch in der Moldau. Ein charakteristisches Merkmal sind die an den Seitenapsiden als Stutzen der Kuppel hochgezogenen Wandpfeiler. An den kleeblattformigen Naos schliebt sich im Westen ein fast quadratischer Pronaos an (die offene Vorhalle entstammt erst dem 18.Jh.). Bezeichnend fur den Aubenbau ist die klare Gliederung der einzelnen Baukorper und der reiche Fassadenschmuck mit Lisenen und Rosettenfenstern. Die Wandgestaltung und die Rahmung der Fenster entsprechen in manchen Einzelheiten den Schmuckelementen georgischer Kirchen, und man darf daher annehmen, dab auch aus dem transkaukasischen Gebiet kunstlerische Anregungen in diesen Teil des Balkans gelangten. Eine ahnliche Grundribgestaltung weist die Klosterkirche von Dealu auf, die 1499 vollendet worden ist. Gegenuber dem Vorgangerbau von Cozia wurde hier die Vertikaltendenz starker betont, die sich auch in der zweigeschossigen Gliederung der Fassaden ausdruckt.

Auberdem wurde die Komposition durch zwei Nebenkuppeln uber dem Pronaos bereichert. Der geometrische Schmuck an den Rahmungen der steilen Fenster labt auch bei dieser Kirche die Mitwirkung kaukasischer Steinmetzen vermuten. In der Regierungszeit der Fursten Radu (1494-1508) und Neagoe Besarab (1512-1521) herrschte eine rege Bautatigkeit.

Das bezeichnendste Beispiel stellt die Bischofskirche in Curtea de Arges dar (1517), die freilich nur in einer durchgreifend restaurierten Form auf uns gekommen ist. Der aufwendige Fassadenschmuck kann nicht daruber hinwegtauschen, dab in der Grundribanlage die in Cozia vorgebildete Drei-Konchen-Form erhalten blieb. Eine besondere Bereicherung stellen die zwolf Saulen des Pronaos dar.

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