The Furstentumer Oltenia and Moldova

Die Furstentumer Oltenien und MoldauDie traditionelle Bauweise der Rumanen war die Holzbaukunst. Trotz der unmittelbaren Nachbarschaft einer hochentwickelten, nach westeuropaischen Vorbildern ausgerichteten sakralen Steinbaukunst in den deutschen und ungarischen Stadten Siebenburgens wurden von den Rumanen Naturstein und Backstein als Baumaterial nur zogernd ubernommen. Hindernd wirkte sich aus, dab der rumanischen Landbevolkerung die materiellen Mittel fur Monumentalbauten fehlten, die katholischen Feudalherren schieden naturgemab als Stifter aus. Von den mittelalterlichen Blockkirchen haben sich freilich keine Reste mehr erhalten, doch kann man an den Steinbauten in allen rumanischen Provinzendeutlichdie Nachwirkungen der einheimischen Tradition feststellen. Bei den orthodoxen Kirchen Siebenburgens handelt es sich durchweg um einschiffige Hallen, die im Osten mit einer rechteckigen oder polygonalen Apsis abschlieben und die im Westen durch einen mehrgeschossigen Turm uberragt werden. Die architektonischen Details freilich haben die Baumeister dem Kirchenbau der Sachsen und Ungarn entnommen. Schon vor der Grundung des oltenischen Furstentums in der ersten Halfte des 14.Jh. entwickelte sich in diesem Lande eine bescheidene Baukunst.

Bei Ausgrabungen konnten eine Anzahl kleiner Kirchen des 10-13.Jh. in den Grundmauern freigelegt werden. Die erste Kirche im neu entstandenen Furstentum wurde als Herrschafts-Kirche in der Hauptstadt Curtea de Arges gegen 1340 erbaut. Die dem hl. Nikolaus geweihte „Biserica domneasca” ist sowohl in der Grundriblosung als auch in der Mauertechnik sudslawischen, speziell serbischen Vorbildern verpflichtet. Auf Ziegelschichten folgen jeweils Bruchsteinschichten, so dab die Fassaden eine farblich lebendige Streifengliederung erfahren. Es handelt sich um einen zuruckhaltenden Zentralkuppelbau.

An den kreuzformigen Naos schlieben sich im Osten drei polygonale Apsiden an. Ahnliche Kreuzkuppelkirchen waren in spatbyzantinischer Zeit im sudlichen Balkanraum sehr verbreitet. Die Ausmalung weist auf byzantinische Vorbilder der Palaiologenzeit hin. Besonders eindrucksvoll wurde Christus als Pantokrator in der Hauptkuppel gestaltet.

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