Traditions of Raska School

Traditionen der RaSka-SchuleBei der Anordnung der Fresken hielt man sich an das byzantinische System. Besonders ausfuhrlich sind das Leben der Gottesmutter, die Taten der Apostel und die Legende Johannes des Taufers geschildert. Man konnte in dieser Kirche ein auberordentlich grobes ikonogra-phisches Programm mit uber 1000 Szenen und etwa 10000 Figuren unterbringen, da die basilikale Grundkonzeption der Kirche gegenuber den Gotteshausern der Milutin-Schule den Maiern wieder grobere Wandflachen zur Verfugung stellte. Der theologische Anspruch der Kirche wurde vor den Augen der Besucher nahezu umfassend ausgebreitet. Man kann dahinter den Willen des Bischofs vermuten, das Gemeinschaftsgefuhl der kirchlichen Gemeinde zu starken. In jenen Jahren drohte dem Balkan bereits die Turkengefahr, und man erstrebte mit christlichen Programmen eine ideologische Starkung des Widerstandes gegen die „Unglaubigen”.

Eines der letzten monumentalen kirchlichen Bauwerke der serbischen Konigszeit ist die Gottesmutter-Kirche zu Matejce, die nach 1355 entstanden ist. Hier wurde eine andere, die byzantinische Variante der Baukunst dieser Epoche gewahlt. Die funfkuppelige, kreuzformige Kirche ist weitraumig und betont die horizontale Gliederung. Sie entspricht damit den ublichen ostkirchlichen Bauwerken des 14. Jh. Die feudale Zersplitterung nach der Mitte des 14.Jh. bewirkte auch in der Baukunst einen deutlichen Niedergang. Nicht nur die Ausmabe der Kirchen werden geringer, sondern auch die bauplastische Gestaltung und die Ausstattung mit Fresken sind bescheidener und tragen eine zunehmend provinzielle Note. Fuhrend wird die Landschaft im Nordosten Serbiens am Flub Morava. Als Auftraggeber treten besonders der Furst Lazar und Mitglieder seiner Familie auf. Als Kirchentyp wird bevorzugt der einschiffige Trikonchos verwendet.

Naos und Narthex verschmelzen eng miteinander. Uber dem Westportal dieser Kirchen erhebtsich gewohnlich ein Glockenturm. Im Stil ist eine Verwandtschaft zu den Klosterkirchen auf dem Athos zu bemerken. Als regionale Besonderheit fallt die Vorliebe fur reiche dekorative Plastik auf. Die Fenster, Portale und Arkaden sind mit Flechtbandern, Rosetten, Pflanzen – und Tierornamenten uberdeckt.

Auch Menschendarstellungen und phantastische Mischwesen treten haufig im Schmuckwerk auf.

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