A sequel finds the synthesis

Eine Fortsetzung findet die SyntheseIn einzigartiger Weise verschmelzen in diesen Bauwerken bodenstandig-rumanische, sudbal-kanische und westeuropaisch-gotische Bauformen. In der zweiten Halfte des 15.Jh. regierte der als Feldherr wie als Kunstforderer beruhmte Wojewode Stephan der Grobe (1457-1504) das Furstentum Moldau, der durch seine militarischen Erfolge gegen die Turken, Tataren und Polen dem Lande fur ein Jahrhundert eine unabhangige und friedliche Entwicklung sicherte. Der allem Neuen gegenuber aufgeschlossene Furst bot nicht nur Kunstlern aus den von den Turken besetzten orthodoxen Landern Asyl, sondern zog auch Baumeister und Bildhauer aus Siebenburgen, Bohmen und selbst Italien an seinen Hof. In seinem Stammkloster Putna entstanden prachtig illuminierte kirchenslawische Handschriften und kostbare gestickte Sargdecken, sogenannte Epitaphien. Seine Burgen, in denen westeuropaisch-gotische und ostliche Bauformen einander durchdringen, bieten selbst noch heute als Ruinen einen imposanten Eindruck.

Auch unter Stephans Nachfolgern konnte die Moldau noch bis zum Ende des 16. Jh. gegenuber den Turken relative Selbstandigkeit bewahren. Aus dieser Zeit stammen die einmalig reizvollen Kloster und Kirchen mit den steil aufragenden Schindeldachern und dem farbkraftigen Fassadenschmuck der Aubenfresken. Durch die Nachbarschaft Siebenburgens knupfte die Moldau fruher als andere Gebiete des Balkans Beziehungen zu der Kultur Westeuropas an. Somit konnte sich hier eine reizvolle, durchaus eigenstandige Baukunst entwickeln.

Eine der fruhesten erhaltenen Steinkirchen, die Bischofskirche St. Nikolaus in Radaufi (1359-1364), hat eine pseudobasilikale Grundform mit hufeisenformiger Apsis im Osten. Deutlich werden die drei Raumzellen, der Naos, der Pronaos und der Narthex, voneinander geschieden. Die kraftigen Zwischenwande mit engen Durchgangen werden aus der Tradition der Blockbauweise erklart.

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