From the secular architecture

Von der ProfanbaukunstEin Festungsturm des 14. Jh. hat sich in dem sogenannten Chreljo-Turm im Rila-Kloster erhalten. Die Aubenmauern werden jeweils durch drei tiefe Nischen gegliedert. Eine schmale Steintreppe verbindet die funf durch Holzboden abgeteilten Stockwerke und fuhrt zu einer mit Zinnen umschlossenen Terrasse. Im oberen Geschob befindet sich eine Kapelle, die ihr Licht durch eine Galerie kleiner Rundbogenfenster erhalt. Das Erdgeschob des Turmes diente im Mittelalter als Verlies.

Die einzige verhaltnismabig wohlerhaltene mittelalterliche Burganlage Bulgariens, die sogenannte Baba Vidin, befindet sich in Vidin an der Donau. Freilich wurde auch diese Anlage in der Turkenherrschaft mehrfach umgebaut, so dab wir von den einzelnen Gebauden keine Auskunft uber das ursprungliche Aussehen erwarten konnen. Lediglich die Umfassungsmauern sind noch gut erhalten. Andere Burganlagen, meist nur in ihrer Aubenmauer erkennbar, befinden sich in Assenowgrad und Mezek. Klostergrundungen sind in reicher Anzahl schon aus der Zeit des Ersten Bulgarischen Reiches, besonders aber aus den Jahrhunderten nach der byzantinischen Fremdherrschaft bezeugt. Die heute vorhandenen, meist sehr malerisch gelegenen Kloster, gehen in ihrer baulichen Substanz selten vor das 17.Jh. zuruck. Als Zentren der nationalen Kirche und Kultur wurden sie von den Turken in den ersten beiden Jahrhunderten ihrer Herrschaft gezielt zerstort. Als Beispiel fur ihr wechselhaftes Schicksal sei auf das bereits erwahnte Kloster Batschkowo verwiesen, das im 16.Jh., verlassen von den Monchen, ein verodetes Ruinenfeld bildete.

Trotzdem vermag das Batschkowo-Kloster in seiner heutigen Gestalt noch den Eindruck einer mittelalterlichen Klosteranlage zu vermitteln mit seinem festungsartigen Geviert von Wirtschafts – und Klausurgebauden sowie dem uberwolbten, mit Malereien ausgestatteten Refektorium, dem Speisesaal der Monche. Die Fenster und umlaufenden Arkadengange offnen sich nur nach dem Innenhof, in dessen Mitte sich die beiden miteinander verbundenen Kirchen befinden.

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