Klostergrundungen are in great number

Klostergrundungen sind in reicher AnzahlDas als Touristenziel vielbesuchte Rila-Kloster geht auf eine Grundung des 10.Jh. zuruck. Die Kirche und die Klausuren wurden jedoch erst in der ersten Halfte des 19.Jh. errichtet, als die alteren Bauten bereits zerstort waren. Das Rila-Kloster spielte wie die meisten anderen Kloster Bulgariens eine bedeutende Rolle im Widerstand gegen die turkische Fremdherrschaft und fur die Wiedergeburt Bulgariens. In den Klostern wurden nicht nur die Tradition der Literatur, des Kunsthandwerks und der Malerei bewahrt, sondern sie boten auch die Zufluchtsstatte fur die Widerstandskampfer jener dunklen Jahrhunderte. Sehr zahlreich waren wahrend des Mittelalters in Bulgarien die Felsenkloster. Am Flublauf der Jantra kann man in der Nahe von Tirnowo eine ganze Anzahl solcher Einsiedlerbehausungen entdecken. Auch bei Madara haben sich Monchszellen erhalten, die in das Felsgestein eingeschlagen worden sind. Besonders bekannt wurde die kleine Felsenkapelle des Hohlenklosters Iwanowo unweit von Russe, da sich in der Kirche vorzugliche Deckenmalereien des 12.-14.Jh. erhalten haben. In der gleichen Zeit entstand das Aladsha-Felsenkloster bei Warna. Freilich mub man feststellen, dab die Hohlenkloster Bulgariens im Gegensatz zu ahnlichen Anlagen in Kleinasien oder Transkaukasien architektonisch kaum gestaltet worden sind. Sie dienten in ihrer schmucklosen Bescheidenheit lediglich den asketischen Monchen als armliche Behausung.

Wahrend fur die Herausbildung der Baukunst im Ersten Bulgarischen Reich, bedingt durch die geographische Lage und die historische Entwicklung, neben byzantinischen auch transkaukasische und vorderasiatische Einflusse erkennbar sind, bildete sich auf dem westlichen Balkan bis nach Ungarn, Mahren, Ostpolen und Venetien hin eine Kontaktzone ostlicher und westlicher Bautradition heraus. Die zuletzt genannten Lander gelangten schon im hohen Mittelalter zu einer kirchlichen und damit kulturellen Verschmelzung mit dem Westen. Serbien dagegen blieb, trotz enger Beziehungen zu Italien, im Verband der griechisch-orthodoxen Kirche und entwickelte seit dem 12. Jh. eine Baukunst, in der sich romanische und byzantinische Traditionen in reizvoller Weise mischen.

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