Multi-Stiles

Milutin-StilesDie starkere Anlehnung an die Baukunst Westserbiens bewirkte einen neuen Ruckgriff auf die Traditionen der RaSka-Schule. Die einzelnen Joche sind durch Kreuzgewolbe uberdeckt, deren Grate nach gotischem Vorbild durch Rippen unterfangen werden. Die ausgewogenen Proportionen des Naos werden durch den stark uberhohten Tambour und die Kuppel nicht gestort, sondern lediglich akzentuiert. Der Bauherr dieser Klosterkirche, Erz-bischof Danilo, und sein Architekt Fra Vita schufen in diesem Bauwerk ein Architekturdenkmal, in dem in einzigartiger Weise die traditionellen Elemente der byzantinisch-romanischen Architektur mit Formen der sudeuropaischen Spatromanik und Fruhgotik verschmolzen wurden. Rundbogige Gewandeportale, Lisenen und Rundbogenfriese kontrastieren reizvoll zu den spitzbogigen Mabwerkfenstern. Auch hier uberrascht die lebendige Polychromie des Mauerwerks. Die Mauern bestehen aus abwechselnden Lagen von Steinquadern und Ziegeln, wie man an unverputzten Stellen der Innenwande erkennen kann. Auben sind die Mauern mit Streifen abwechselnd von weibem und rosa Marmor verblendet, ahnlich wie an oberitalienischen Kirchen des 13. und 14.Jh. Auch der plastische Bauschmuck weist enge Beziehungen zu der Baukunst der Lander an der Adria auf. Es ist bekannt, dab der Bischof rege Verbindungen mit Unteritalien, speziell Bari, unterhielt.

Die saulentragenden Lowen an den Portalen haben ihre Entsprechung an dalmatischen und italienischen Kirchen. Von daher sind auch die anderen Motive, wie z. B. der Kampf zwischen Hahn und Schlange, Kentauren, Sirenen, Vogel, Widder und Tierkopfe sowieMasken, zu erklaren. DasTympanon des Ostfensters enthalt ein Reiterbild des hl. Georg. An einem Kapitell im Narthex finden wir Darstellungen der vier Evangelisten.

Diese dekorative Plastik wirkt sehr frisch und realistisch. Die Zeichnung der Menschen – und Tierfiguren reicht manchmal bis an die Grenze der Karikatur. Die Fresken der Klosterkirche von Decani wurden zwischen 1335 und 1350 fertiggestellt.

Aus der gleichen Zeit stammen auch die Hauptikonen des Ikonostas.

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