Serbia

SerbienAls Teil der sudslawischen Stamme lieben sich auch die Serben um die Mitte des 7. Jh. auf der Balkanhalbinsel nieder. Sie siedelten in einem Gebiet, das in der Spatantike zu den Zentren der kulturellen Entwicklung des romischen Reiches gehorte. Im Widerstand gegen die byzantinische Herrschaft schlossen sich im 10. und 11 Jh. in der Gegend des Flusses RaSka serbische Stamme zu einer Gemeinschaft zusammen. Unter Stefan Nemanja, dem Grunder der Dynastie der Nemanjiden (1168-1371), wurde Serbien zu einem unabhangigen Staat und unter dessen Nachfolgern zu einem der bluhendsten Lander des ostlichen Christentums. Auf dem Gebiet Serbiens beruhrten sich die Interessenbereiche des byzantinischen und des frankischen Kaisers.

Schon vor dem endgultigen Schisma zwischen der byzantinischen und der romischen Kirche im Jahre 1054 verbanden sich die Papste mit den karolingischen und otto-nischen Kaisern zur Erweiterung ihres Einflubbereiches nach Osten. Romische Missionare waren von der dalmatischen Kuste aus in Serbien tatig, und noch in der Blutezeit des serbischen Staates im 13. und 14.Jh. unterhielten katholische Glaubensanhanger eigene Kirchen. Stefan Nemanja vermochte die byzantinische Oberhoheit gegen 1180 abzuschutteln. Die Konigskrone erhielt er vom Papst, lieb sie sich jedoch zusatzlich durch den byzantinischen Kaiser bestatigen. 1217 wurde die serbische Kirche mit Sava Nemanja als erstem Erzbischof als selbstandig anerkannt.

Im 14. Jh., besonders unter Stefan UroS IL, Milutin erstreckte sich Serbien bis zur Morava, dem Vardar und der Adria. 1330 wurde Makedonien durch einen Sieg uber die Bulgaren in das serbische Reich eingegliedert. Damit erlangt Serbien den Hohepunkt seiner Macht und seiner kulturellen Ausstrahlung. In der Architektur unter der Herrschaft der Nemanjiden werden ostliche und westliche Bauformen aufgegriffen und verschmelzen bald zu einem eigenen Baustil.

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