The narthex

Der NarthexEinen einheitlichen rumanischen Staat gab es im Mittelalter nicht. Das Land an den Hangen der Sud – und Ostkarpaten war im Altertum Siedlungsgebiet der Daker, die im 2. und 3.Jh., als Dacien romische Provinz war, Sprache und Kulturformen der Romer ubernahmen. In den Jahrhunderten der Volkerwanderung und des fruhen Mittelalters durchzogen zahlreiche Volker und Stamme aus dem Norden und Osten das Land, um neue Siedlungsgebiete auf dem Balkan zu suchen. Ein Teil der Slawen siedelte zwischen der romanisierten Urbevolkerung und ging schlieblich in ihr auf. Wie ihre Nachbarn, die Bulgaren und die Serben, ubernahmen die Rumanen das byzantinische Christentum. Das Altslawische wurde Kirchensprache; als Verwaltungssprache hielt es sich bis ins 17. Jh. Im 11 Jh. drangen Ungarn nach Siebenburgen ein, und errichteten hier eine feudale Herrschaftsordnung. In der gleichen Zeit kamen deutsche Siedler nach Siebenburgen und grundeten zahlreiche Ortschaften. Der Glaubensgegensatz zwischen der uberwiegend griechisch-orthodoxen Landbevolkerung und den romisch-katholischen Burgern und Feudalherren war ein Grund dafur, dab die kulturellen Gegensatze sich im Mittelalter nicht ausglichen.

Anders verlief die Entwicklung in den beiden rumanischen Stammprovinzen. Oltenien (die Walachei) wurde 1324 zu einem selbstandigen Furstentum, die Moldau folgte 1352. Seit dem 14. Jh. erlebten diese beiden Furstentumer eine aus den historischen Voraussetzungen kaum erwartete kulturelle Blute. In diesem Jahrhundert waren bereits grobe Teile des Balkans von den Turken erobert, und die Fursten der Moldau und Olteniens boten fluchtenden Monchen – aber auch Kunstlern – bereitwillig Asyl, die in diesen durch Gebirgszuge geschutzten Teil des Balkans das Formengut der spatbyzantinischen und sudslawischen Kunst vermittelten.

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