Under Uros’ I. son Milutin

Unter UroS' I. Sohn MilutinBis in die siebziger Jahre des 13.Jh. herrschte in der Architektur ein aus romanischen und byzantinischen Elementen zusammengesetzter strenger Stil vor, der fur den Freskenschmuck in den Innenraumen grobe Wandflachen bot. Danach drangen uber Kroatien italienisch-zisterzien-sisch gefarbte gotische Formtendenzen nach Serbien vor, die sich weniger in den baukunstlerischen Details als in den Proportionen bemerkbar machten. Betont wurde nun die Vertikaltendenz, die sowohl den gesamten Baukorper als auch die Fenster und Portale in ihren Maben bestimmte. Fur den Bildschmuck blieben in den Innenraumen nur schmale Wandbander, Pfeiler und Gewolbefelder erhalten. Wenn auch die Kennzeichnung „gotisierend” ubertrieben ware, so weist sie doch die Richtung, in der sich die neue Gestaltung des Milutin-Stiles bewegte.

Die Kathedrale des Bischofs von Moravica, die Achilles-Kirche in Arilje, gehort zu den fruhen Vertretern der Milutin-Schule. Sie steht noch in der Tradition der RaSka-Bau-kunst. Dagegen weisen die Funf-Kuppel-Kirchen, die Kathedrale von Prizren (um 1309) und die Georgs-Kathedrale von Nagoricino (1314), neue Tendenzen in der Konstruktion der oberen Bauteile auf. In der Erhohung des Tambours beispielsweise finden wir genauso gestreckte Proportionen wie bei den Fenstern an den Stirnwanden der Kreuzarme. Das bedeutendste Bauwerk der Milutin-Schule aber ist die Maria-Verkundigungs-Kirche von Gracanica. Sie ist eine der spatesten Stiftungen Milutins. Im Gegensatz zu den meisten anderen Bauwerken seiner Regierungszeit haben sich Urkunden uber die Erbauung dieser Klosterkirche nicht erhalten.

Es ist jedoch moglich, aus der stilistischen Einordnung der Architektur und besonders der Malerei recht genaue Ruckschlusse auf die Entstehungszeit zu ziehen. Milutin wird im Narthex dieser Kirche schon als reifer Mann dargestellt, und seine Gattin, die er 1299 als funfjahriges Kind heiratete, schon als junge Frau. Da der Konig 1321 starb und die Malereien zu dieser Zeit nahezu fertiggestellt waren, durfen wir mit einer Grundungszeit um das Jahr 1315 rechnen.

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